Es fehlen Zebrastreifen in unseren Dörfern!


Frankreich macht es uns vor:

Zebrastreifen in unseren Dörfern!

 

 

Jeder Ortsbürgermeister weiß ein Lied davon zu singen: Zebrastreifen werden in unseren Dörfern vom Landkreis so gut wie nie genehmigt. Da müssen schon 200 Autos in der Stunde (!) entlangfahren, bevor man sich überhaupt mit einem Antrag befasst. Außerdem heißt es: Je mehr Zebrastreifen, umso weniger würden sie beachtet. Zumal die Autos auf den kreiseigenen Ortsdurchfahrten generell immer noch 50 fahren dürfen. Gnädigerweise dürfen wir dann Messanlagen errichten, die mit 3.500 Euro recht teuer sind und aus den bescheidenen Mitteln der Ortsräte nur dann zu finanzieren sind, wenn es Spenden aus der Bevölkerung gibt.

 

 

 

Das es auch anders geht, konnte ich in einem Urlaub Anfang September im französischen Elsass beobachten. Dort gibt es mindestens drei Überwege pro Dorf; in einem zählte ich sogar sieben! Und damit sie auch beachtet werden, stehen 100 Meter vor dem Zebrastreifen Warnschilder, die blauen Schilder am Überweg selbst haben innen oft ein Flashlight und sind schon von weitem zu erkennen. Doch damit nicht genug: Die Geschwindigkeit ist durchgängig auf 30 km/h begrenzt, und damit diese auch eingehalten wird, sind die Straßen mit Bodenschwellern versehen und der Zebrastreifen selbst ist ebenfalls erhöht und kann somit nur langsam überfahren werden.

 

 

 

Ich habe unseren Kreistagsabgeordneten Marc Ehrig gebeten, dieses Thema im Kreistag anzusprechen mit dem Ziel, dass der Landkreis sich abwendet von der Sicht, alles aus dem Blinkwinkel der Autofahrer zu sehen und bitte unsere anderen Kreistagsabgeordneten, dies ebenfalls zu unterstützen. Meine Meinung: Es ist unerheblich, ob 10, 50 oder 200 Autos durch eine Straße fahren. Insbesondere unsere Kinder sind es wert, hier endlich für mehr Sicherheit zu sorgen.

 

 

 

Burkhard Kallmeyer

 

Ortsbürgermeister in Hönnersum