Windräder, Erdkabel und Hildesheimer Börde


Es ist allgemein bekannt, dass Windräder in großem Maßstab nur dann richtig Sinn machen, wenn es Stromspeicher gibt, die die gewonnene Energie auch in windschwachen Zeiten abgeben können. Und es müssen Stromtrassen gebaut werden, die die Strom dorthin bringen, wo er auch benötigt wird. Wir immer gibt es bei den konkreten Projekten Befürworter und Gegner. Auch bei uns hier in Harsum.

 

Windräder stehen hoch im Kurs bei Landwirten, die sich davon hohe Einnahmen versprechen. Gegner findet man meistens bei den Bewohnern von Orten, in denen die Windräder aufgestellt werden. Eine große Rolle spielen hierbei die unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern bis hin zu Landkreisen und Gemeinden. Mal werden 500 Meter Abstand für ausreichend gehalten, dann wieder 800, 1.000 oder 1.500 Meter wie in NRW. In Bayern und Sachsen legt man bei 200-Meter-Türmen sogar 2.000 Meter Abstand fest. Kleinstaaterei wie im 18. Jahrhundert! Eine bundesweite Regeleung würde sicherlich zu einer höhren Akzeptanz führen.

 

Bei den Stromtrassen hingegen kehren sich Befürworter und Gegner um. Von der Bevölkerung wird begrüßt, wenn diese unter der Erde verlaufen. Gegner hier: Anscheinend eher die Landwirte.

So werden Landwirte in der HAZ zitiert, "dass gerade die Böden im Hildesheimer Raum schützenswert und überdies auch für die Natur sehr wichtig seien. Die Böden würden durch eine Großbaustelle in den betroffenen Bereichen unwiderruflich verändert."  Nun ja, diese Argumente hört man bei den Windrädern nicht ...


Ohne Bienen keine Nahrung!


Viel wird geredet über Klimawandel und in dessen Gefolge der Anstieg des Meeresspiegels und Stürme. Vielleicht wird die Erde aber einmal wegen etwas ganz Unscheinbaren in größte Probleme geraten: dem Insektensterben. Welche Bedeutung Bienen und andere Insekten für die Ernährung haben, geht aus dem Ausschnitt eines längeren Artikels in der HAZ hervor. Die Wissenschaft nennt mehrere Gründe für das Insektensterben. Dazu gehört auch der Einsatz von Insektiziden in der Landwirtschaft. Darum ist es zu begrüßen, Dass sich nun die EU zum Verbot der drei am häufigsten benutzten Insektizide durchgerungen hat.



Damals, zu normalen Zeiten...


... also sagen wir mal in den fünfziger und sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts freuten wir uns über die friedliche Nutzung von Atomkraft, warfen die Fahrräder weg, um endlich einen Käfer kaufen zu können, knallten die Häuser und Dächer mit Asbest voll und sprühten gegen alles Lästige DDT. Heute sehen wir den damaligen Frotschrittsglauben kritisch - zu Recht. Allein der Wahnsinn, 50 Jahre angeblich billigen Atomstrom zu haben, wird die nachfolgenden Generationen über Jahrtausende Milliarden kosten! Und heute ist das Gyphosat oder schlichter: das Round-Up im Verruf. Viele Gemeinde preschen vor mit Verboten, das sicherlich in einigen Jahren kömmen wird. Und wie sieht es bei uns in Harsum aus?