Klärschlammverbrennung Hildesheim - Betrifft uns das?


Die geplante große Klärschlammverbrennungsanlage am Hildesheimer Hafen für  jetzt bereits über 20 interessierte Gemeinden löst besonders bei den Menschen in den Nachbargemeinden große Betroffenheit aus. Das betrifft vor allem die teilweise noch unkalkulierbaren gesundheitlichen Risiken durch die entstehenden Emissionen. Hinzu kommen das erhöhte Verkehrsaufkommen durch den Transport des Klärschlamms, bei dem unnötig CO2 freigesetzt wird, sowie die zu erwartende Belastung durch Gestank. Darum lehnen die Gemeinderäte der Nachbargemeinden dieses Großprojekt ab. Es ist zu hoffen, dass der Hildesheimer Rat seine Verantwortung für die Gesundheit seiner Bürger erkennt und das Projekt nur in der Größenordnung genehmigt, wie es für die Entsorgung des Klärschlamms der in der unmittelbaren Umgebung von Hildesheim notwendig ist.                                                                     veröffentlicht: 30.01.2020


Weitere Infos auf den Seiten der BI "Klärschlamm-Initiative": www.regionhi.de


Kommentar von Burkhard Kallmeyer: Plumpsklo oder Kulturhauptstadt?

Die Gemeinden des Landkreises sind alle der Bitte Hildesheims gefolgt und beteiligen sich finanziell an der Bewerbung Hildesheims zur Kulturhauptstadt Europas. Und was bietet Hildesheim?

Schon über 20 Kommunen Niedersachsens freuen sich, dass sie ihren Klärschlamm (euphemistisches Wort für Sch…) demnächst in Hildesheim abladen dürfen, sparen sie sich so doch hohe Kosten und den Stress mit ihren Einwohnern und Bürgerinitiativen. Weitere stehen bestimmt Schlange. Die negativen Folgen (mehr Verkehr, Gestank, eventuelle Gesundheitsprobleme) vor allem für die Bevölkerung Hildesheims und der Nachbargemeinden sind bekannt und darum lehnen deren Räte das Großprojekt auch ab. Es ist zu nur hoffen, dass der Hildesheimer Rat das Projekt eine Nummer kleiner aufzieht.

Einerseits möchte Hildesheim europäische Kulturhauptstadt werden und andererseits das Plumpsklo von Niedersachsen. Eine tolle Kombination!