Wir halten Wort! Teil 6

Mut für neue Ideen haben: Ein Friedwald in der Gemeinde Harsum?!

Alternativ zur traditionellen Form der Bestattung auf einem Friedhof wünschen sich immer mehr Menschen eine andere Art des Abschiednehmens und Erinnerns. Eine Wald- bzw. Baumbestattung spendet ebenso Trost und ermöglicht den Angehörigen ein Gedenken in einem sehr individuellen Rahmen.

 

Diese Idee bzw. der Wunsch nach einem Friedwald in der Gemeinde Harsum ist dem Bürgermeister Litfin und mir im Rahmen unserer Hausbesuche im letzten Jahr mehrfach geäußert worden. Dafür herzlichen Dank!

 

Nun gilt es gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, um diese Anregung zu realisieren. Na klar – hierbei handelt es sich um ein äußerst sensibles Thema. In keiner Weise dürfen die traditionellen (meist kirchlichen) Friedhöfe ersetzt oder in Frage gestellt werden! Denn diese bieten den wichtigen Platz für christliche Symbole und traditionelle Trauerrituale. Deshalb sollte ein möglicher Friedwald in unserer Gemeinde ein zusätzliches Angebot darstellen und die Wahlmöglichkeiten eines jeden Einzelnen erhöhen. Das ist uns wichtig!

 

Der Friedwald ist ein umzäuntes Waldstück, öffentlich ausgewiesen und jederzeit zugänglich. Viele Menschen wünschen sich eine naturnahe und einfache Art der Beisetzung – auch verbunden mit dem Wunsch zur Rückkehr in die Natur. Die Vorstellung, sich im Friedwald den eigenen Baum auszusuchen oder gar selbst pflanzen zu können, um dort zu ruhen gefällt immer mehr Menschen. Zudem ist der Gedanke, dass die eigene Asche und deren Nährstoffe dem Baum beim Wachsen helfen kann, für viele Menschen angenehm und für deren Hinterbliebene oftmals tröstend. Ein wichtiger Aspekt!

 

Das Aufstellen von Grabsteinen ist meist nicht vorgesehen – und reduziert in einem erheblichen Maße die Bestattungskosten. Zudem entfällt in einem Friedwald eine etwaige Grabpflege durch Familie und Angehörige. Ein entscheidender Vorteil für viele Menschen!

 

Der Wald strahlt Ruhe und Frieden aus und kann somit als würdevolle letzte Ruhestätte dienen. Bäume vermitteln darüber hinaus zu jeder Jahreszeit ein Gefühl von Leben und Freiheit. In der Regel kann der Baum ein kleines Zeichen, wie eine Plakette erhalten, auf dem der Name des Verstorbenen verzeichnet ist. Die Ruhefrist der Urne beträgt in einem Friedwald meist 99 Jahre – dabei kann ein Baum durchaus auch als Familienruhestätte dienen

 

Wir haben gemeinsam mit der Union einen Antrag formuliert - und die Verwaltung gebeten - konkrete Vorschläge zur Realisierung eines Friedwaldes zu erarbeiten. Bürgermeister Marcel Litfin wird hier sicherlich demnächst einen guten und durchdachten Umsetzungsplan vorstellen.

 

Wie denken Sie über diese zusätzliche Möglichkeit der Bestattung? Sollen wir diese ergänzende Möglichkeit in unserer Gemeinde anbieten? Schreiben Sie uns gern unter www.spd-harsum.de Ihre Meinung – wir freuen uns auf Ihre Anregung.

 

Wir halten Wort – Ihre SPD Harsum

Marc Ehrig, SPD Fraktionsvorsitzender


Mut für neue Ideen haben: Ein Friedwald in der Gemeinde Harsum?!

Erinnern Sie Sich? Das war meine Überschrift in der März Ausgabe der HALOKAZ (Teil 6). Danke nochmals für Ihre vielen Reaktionen, Briefe und eMails, die ich zu diesem Thema erhalten habe. Ein klarer Beleg, dass es sich hier um ein zeitaktuelles aber auch um ein sensibles Thema handelt. Die überwiegende Anzahl Ihrer Kommentare waren positiv und zustimmend und unterstreicht, dass sich immer mehr Menschen eine alternative Form des Abschiednehmens und Erinnerns wünschen. Natürlich auch, da etwaige Bestattungskosten meist deutlich geringer sind und für die Hinterbliebenen kein zeitlicher sowie finanzieller Aufwand für die Grabpflege entsteht.

 

Aber nochmals zur Klarstellung: In keiner Weise dürfen die traditionellen (meist kirchlichen) Friedhöfe ersetzt oder in Frage gestellt werden! Denn diese bieten den wichtigen Platz für christliche Symbole und traditionelle Trauerrituale. Deshalb sollte eine mögliche Wald- oder Baumbestattung nur ein zusätzliches Angebot darstellen und die Wahlmöglichkeiten eines jeden Einzelnen erhöhen. Das ist und bleibt uns wichtig!

 

An dieser Stelle hatte ich Sie informiert, dass wir gemeinsam mit der CDU die Verwaltung gebeten haben, konkrete Vorschläge zur Realisierung alternativer Bestattungsformen zu überprüfen und zu erarbeiten. Was ist bislang geschehen?

 

Die ersten Überprüfungen haben ergeben, dass sich ein klassischer Friedwald in der Gemeinde Harsum nur sehr schwer realisieren lässt. Große Teile unserer gemeindeeigenen Waldflächen befinden sich in Landschaftsschutzgebieten, welches erhebliche Auflagen und gewisse Kostensteigerungen verursachen würden. Eine Alternative erscheint weiterhin eine Baumbestattung auf Waldflächen, die an einem unserer Friedhöfe grenzen, zumal die Infrastruktur des Friedhofes mitgenutzt werden kann. Aber auch hierfür müssen noch diverse Vorarbeiten und einige rechtliche Regelungen getroffen werden – und das braucht noch etwas Zeit. Aber wir bleiben dran – versprochen!

 

Auf diesem Wege wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein gesundes 2018, welches hoffentlich genügend Zeit zum Lachen für Sie bereit hält.

 

Wir halten Wort – Teil 15

Marc Ehrig, SPD Fraktionsvorsitzender