Für einen sozial-ökologischen Wandel

Unser Vorstandsmitglied Detlef Klante hat gemeinsam mit dem Arbeitskreis Umwelt des Unterbezirks Hildesheim ein Diskussionspapier formuliert.

Nach zahlreichen Videokonferenzen, in denen ein reger Austausch mit Fachleuten stattfand und intensiv diskutiert und beratschlagt wurde, hat jetzt der Arbeitskreis Umwelt ein Diskussionspapier erstellt, das eine Mischung aus politischem Wegweiser und konkreten Handlungsempfehlungen für Städte und Kommunen im Landkreis ist.

Der AK Umwelt wurde im Sommer 2020 im SPD-Unterbezirk gegründet, zu dessen Sprecher_Innen Simone Flohr (Holle) und Egbert Homeister (Bad Salzdetfurth) gewählt wurden und dem etwa 15 Genossinnen und Genossen aus unterschiedlichen Ortsvereinen in Stadt und Landkreis Hildesheim angehören.

Ausgangspunkt für die Erarbeitung des Diskussionspapiers waren die Beschlüsse des Bundesparteitages im Dezember 2019 und die Ziele, die im Zukunftsprogramm der SPD für die Bundestagswahl formuliert werden, aus denen herausgearbeitet wurde, welche konkreten Handlungsfelder im Hinblick auf Klimawandel und Artenschutz in der Region Hildesheim bestehen.

Der Vorsitzender des SPD-Unterbezirks, Sven Wieduwilt, begrüßte die Arbeit des Arbeitskreises. Richtige und wichtige Impulse seien formuliert worden. Klima, Energie und Arbeit stellten wichtige Leitlinien erfolgreicher und zukunftsfähiger sozialdemokratischer Politik dar. Der AK liefere mit seinem Papier wichtige Bausteine für eine entsprechende Politik auf Kreisebene.

Das Diskussionspapier ist in die drei Schwerpunktthemen „Arbeit und Energie“, „Mobilität“ und „Artenschutz in Städten und Kommunen“ gegliedert. In Form von Videokonferenzen sollen jetzt die Schwerpunktthemen in verschiedenen Veranstaltungen mit dem Mitgliedern im UB Hildesheim diskutiert werden.

Detlef Klante, 12.4.2021

Die Diskussionspapiere finden Sie hier.


Die Volksbank macht sich überflüssig!

Fusionieren sich die Banken zu Tode? Sägen sie sich ihren eigenen Ast ab? Es sieht fast so aus. Es gab mal die Volksbank Borsumer Kaspel mit Filialen selbst in Bavenstedt. Die Bankbeamten (so nannte man die Kundenberater damals – danach liebten sie den Begriff „Banker“ bis dieser in Verruf geriet) kannten jeden Kunden persönlich und kannten die meisten Kontonummern auswendig. Dann fusionierte man mit Harsum, später mit Algermissen um dann schließlich bei der Volksbank Hildesheim unterzukriechen, die selbst wiederum mit etlichen anderen Banken fusionierte.

Wir, die Kunden, bleiben dann am Ende nur noch eine Nummer im digitalen Dschungel. Der Kontakt beschränkt sich nur noch auf gelegentliche Besuche, wo einen kaum noch einer kennt.

 Geld holen wir uns an den Automaten an den Tankstellen oder bequem im Supermarkt sofern wir nicht gleich mit Amazon-Pay, Apple-Pay oder Pay-Pal bezahlen. Und die werden – da bin ich mir ziemlich sicher –  das Bankensystem über kurz oder lang übernehmen.  Sie brechen ja jetzt schon in breiter Front in das Geldgeschäft ein. Euer Heil in immer mehr Fusionen zu suchen ist genau der falsche Weg, liebe Bankvorstände. Denn ihr verliert das Pfund, mit dem ihr ehemals wuchern konntet: den Kontakt zum Menschen. Die Kirchen machen es vor, wie es man mit schlechtem Beispiel voran geht!

Okay, wir Politiker vor Ort protestieren gegen die Schließung der Filiale in Borsum, wissen aber eigentlich genau, dass es wenig nützen wird. Würde mich nicht überraschen, wenn der Termin für die Schließung in Harsum auch schon längst ins Auge gefasst worden ist. Und es kommt der Tag, wo wir unser Gehalt gleich auf das Amazon-Konto überweisen lassen!

Burkhard Kallmeyer

Ortsbürgermeister von Hönnersum

und seit über 40 Jahren Kunde der Volksbank Borsum

2021/03


 Die zwei Gesichter Chinas: China hat 2020 doppelt so viele Anlagen für Wind- und Solarenergie gebaut wie im Jahr 2019  und ist weltweit in dieser Branche zur Weltspitze vorgedrungen. Das Land will bis 2060 CO2-neutral sein. Dabei werden nach wie vor zwei Drittel des Stroms mit Kohle erzeugt – Tendenz steigend!  (2021-01)


Dieser radikale Rückschnitt

bzw. Entfernung von Büschen und Bäumen in Hildesheim ist in den letzten Jahren leider immer häufiger zu beobachten. Mal heißt es, die Verkehrssicherheit muss wieder hergestellt werden, dann wieder historischen Zustand wiederherstellen! Hoffentlich geht es dem Galgenberg nicht auch noch an den Kragen. Der war nämlich bis 1858 vollständig kahl und wurde erst danach wieder aufgeforstet. (2021-01)


In der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945 wurde von Deutschland die bedingungslose Kapitulation unterschrieben. War es der Tag der absoluten Niederlage, wie noch heute von manchen Menschen gesagt wird oder war es der Tage der Befreiung? Aus den Erzählungen von damaligen Zeitgenossen weiß ich, dass die Gefühlswelt eher zwischen endlich vorbei und  der Furcht vor der Zukunft schwankte. Zu viele hatten mitgemacht oder waren zumindest Mitläufer.

Helmut Schmidt hat es einmal treffend ausgedrückt: „Nach all den unvorstellbaren Verbrechen, die im deutschen Namen begangen wurden, werden wir froh sein müssen, wenn wir in Zukunft in Erdlöchern hausen!“ Heute, nach 75 Jahren sehen wir den 8. Mai als Tag der Befreiung an. Nicht auszudenken, wenn es anders gekommen wäre.

Burkhard Kallmeyer

 


30.10.2019: Guten Tag, ich bin Linus Klante. Ich freue mich, dass mich Iris Grondke schon kurz im Bericht über das Darts-Turnier vorgestellt hat. Ich möchte hier gern noch ein paar Ergänzungen anfügen.

Ich wohne in Hönnersum und werde nächsten Monat 15. Seit September bin ich SPD-Mitglied und Juso. Ich gehe auf das Gymnasium Andreanum, wurde in diesem Jahr konfirmiert und fühle mich den christlichen Werten sehr verbunden, insbesondere Nächstenliebe und Erhalt der Schöpfung sind mir wichtig. Ich bin in die SPD eingetreten, weil ich mich mit ihren Grundwerten identifiziere. Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität sind für mich immer noch das Leitbild einer modernen Gesellschaft. Bitte weiterlesen...

 30.10.19: Es ist aus meiner Sicht sehr zu begrüßen, wenn sich in der Gemeinde Harsum der Gedanke weiter ausbreitet, global zu denken und lokal zu handeln. Und es ist natürlich richtig, dass die Straßenlaternen zukünftig mit stromsparenden LEDs ausgerüstet sein sollen. Auf diese Weise lassen sich jährlich immerhin 106t CO2 einsparen. Nach 6 Jahren rechnet sich die Investition bereits durch die eingesparten Stromkosten. Ein gutes Beispiel, wie gut Ökonomie und Ökologie in Einklang gebracht werden können. Bitte weiterlesen...


Mit Wehmut und Trauer beklagen wir den Tod unseres Genossen Erhard Eppler. Er war einer der Großen in unserer Partei und sie hat ihr viel zu verdanken. Er war Entwicklungshilfeminister unter Willy Brandt und danach Vorsitzender der Grundwertekommission der SPD. Er war einer der Führer der Friedensbewegung in den 1980er Jahren und er mahnte die Umweltzerstörung zu einem Zeitpunkt an, als die meisten den Begriff Ökologie noch nie gehört hatten. Sehr empfehlenswert ist sein Autobiographie "Links Leben".  Er starb jetzt mit 92 Jahren.              19.10.2019


Landwirte werben in Niedersachsen für Blühstreifen

Unter dem Motto "Wir machen das Land bunter" wollen die Landwirte in Niedersachsen heute darauf aufmerksam machen, dass sie an Acker-Rändern immer häufiger Blumen pflanzen. Wie NDR 1 Niedersachsen berichtet, versteht das Landvolk den Aktionstag für die Blühstreifen auch als einen Appell an jeden Einzelnen, Gärten und Balkone insektenfreundlich zu gestalten.

Land fördert blühende Landschaften

"Boden- und Artenschutz sind ein ureigenes Anliegen der Landwirte", sagt Landvolk-Präsident Albert Schulte to Brinke in Bad Iburg (Landkreis Osnabrück). Im vergangenen Jahr haben landesweit mehr als 3.900 Landwirte Blühstreifen angelegt, so die Bilanz des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums. Entstanden sind Blumenstreifen auf insgesamt fast 17.000 Hektar Fläche rund um die Ackerflächen. Das Land hat diese Blühstreifen mit 12,5 Millionen Euro gefördert.                                                                                                                                                                                        17.5.2019

Den Bürgern, die keinen Garten haben, bieten die Bauern auch Patenschaften für Blühstreifen an.

Und hier ein paar Eindrücke von der Europaveranstaltung am 10.5.2019 in Borsum.

Wir hatten im Saal der Gaststätte Willke in Borsum 40 Stühle aufgestellt doch es kamen über 100 Besucher! Markus Brinkmann sprach von einer einmaligen Veranstaltung. Und wie lautet die Überschrift in der HAZ? "Veranstalter vermissen die jungen Wähler" Das nenne ich mal sauertöpfisch! (B.K.)


Bald kaum noch Rebhühner!

Die Artenvielfalt nimmt weiter dramatisch ab. So sind in den letzten 25 Jahren die Zahl der Rebhühner in Deutschlandum fast 90 % zurückgegangen berichtet die Süddeutsche Zeitung am 20.3.19. Eine der Hauptursachen ist die Monotonie in der Landwirtschaft und der starke Rückgang brachliegender Felder schreibt der Deutschen Jagdverband auf seiner Homepage.        20.3.2019


UN-Weltwasserbericht: Kampf um jeden Tropfen

Mehr als zwei Milliarden Menschen weltweit haben keinen dauerhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser. Selbst in Europa und Nordamerika haben Millionen von Häusern keine Wasser-leitungen. Dem Bericht zufolge kann mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung keine sicheren Sanitäranlagen nutzen.                                                                                                                                                         19.3.2019

Zwei Vorschläge unserer ehemaligen Bürgermeisterin

Prima das Fliessbanner auf der ersten Seite mit unseren Zielen für die Gemeinde! Ich habe eine Frage hinsichtlich folgender  Ziele:

1. Meines Erachtens fehlt ein barrierefreier Dorfgemeinschaftsraum für Harsum - oder ist der in Planung?

2. Wie sieht die Ausgestaltung bienenfreundlicher Flächen aus? In Lamspringe findet eine Aktion statt,  die auch Privatpersonen ab 15 qm-Fläche  kostenloses Saatgut für eine Blumenwiese zur Verfügung stellt. Nun ja, da ist ja ein Förster Bürgermeister geworden aber wir haben in der Gemeinde doch auch einen Umweltbeauftragten, den Herrn Koch.

Gruß aus Harsum, Ingrid Baule                                                                                                                                        14.3.2019

Ein Jahr große Koalition - Grund zum Feiern oder Trübsal blasen?

          Wenn man die Umfragen liest, ist unsere Regierung von CDU und SPD nicht sonderlich beliebt. Und auch bei uns in der SPD ist die Unzufriedenheit mit den Händen zu greifen, denn verbessert haben sich die Umfragedaten für unsere Partei wahrlich nicht.

          Vergessen wird: Die Jamaika-Koalition war schon so gut wie beschlossen als Christian Lindner von der FDP zur Überraschung aller die Konstruktion platzen ließ. Nicht zuletzt auf Drängen des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier ging die SPD daraufhin ein weiteres Mal ein Regierungsbündnis ein. Alles andere wäre wohl eine schwierige Situation geworden.

          Und trotz aller Streitereien hat diese Koalition einiges auf den Weg gebracht. Zu nennen ist die Erhöhung des Mindestlohns, das Baukindergeld, mehr Geld für das Pflegepersonal, Ausbau der Mütterrente, das Recht auf Rückkehr von Teilzeit- auf Vollzeitarbeit und Verschärfung der Mietpreisbremse. Auch ganz wichtig: Arbeitgeber zahlen wieder genauso viel für die Krankenversicherung wie Arbeitnehmer, die Schulen  können endlich vom Bund mit viel Geld gefördert werden, was die die Länder bisher strikt ablehnten, die Kita-Landschaft wird verbessert. Das alles ist kein Kleinkram!

          Um wichtige weitere Projekte wird noch gestritten wie die Grundrente, weil die SPD hier mehr will als im Koalitionsvertrag steht oder das Fachkräfte-Zuwanderungsgesetz. Durchgehen wird wohl demnächst das "Starke-Familien-Gesetz", das mehr Geld für einkommensschwache Familien bringt. Familienministerin Franziska Giffey macht da einen tollen Job! Laut wird es wohl auch um das Klimaschutzgesetz. Umweltministerin Svenja Schulze drückt aufs Tempo. Sie dringt darauf, dass nach den Kohle-Kraftwerken auch die Bereiche Wohnen und vor allem Verkehr ihren Beitrag leisten. Die Union aber steht noch auf der Bremse.

          Was wäre denn die Alternative zu dieser Koalition gewesen? Schauen wir doch mal über Deutschland hinaus: Eine Präsidentenregierung wie in Frankreich, die von den Gelbwesten vor sich hergetrieben wird? Eine konservative Regierung wie in Großbritannien, die aus dem Brexit-Chaos nicht mehr herausfindet? Italien, wo linke und rechte Populisten an der Macht ihr Unheil stiften? Ungarn? Polen? Und - on top of all - die USA, wo ein unglaublicher Narzisst mit lauter Dilettanten nicht nur die Demokratie dort täglich gefährdet sondern gleich die ganze Welt?

          Nein, da sind mir ein dröge wirkender Olaf Scholz, ein etwas steifer Heiko Maas und eine trockene Angela Merkel lieber, die seit vielen Jahren den Tanker Deutschland sicher und gelassen durch viele Untiefen steuert. Gut gefallen mir auch unsere SPD-Frauen in der Regierung: Katarina Barley, Svenja Schulze und Franziska Giffey. Vor Ort kommt hinzu: Unser Bundestagsabgeordneter Bernd Westphal, der immer ansprechbar ist und in Berlin großen Einfluss gewonnen hat.

          Ein Tipp für Berlin: Nehmt euch ein Beispiel an Hannover! Dort wird ziemlich geräuschlos aber effektiv und erfolgreich gearbeitet. Wir haben dort mit Markus Brinkmann einen Landtagsabgeordneten, der immer ein Ohr für uns Harsumer hat.                                                        14.3.2019